Lächelndes Kind – kieferorthopädische Vorsorge
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Herausnehmbare Zahnspange für Kinder – am Stadttheater Freiburg Wachstum lenken, Platz schaffen, Zähne einordnen – mit losen Spangen im Wechselgebiss.

Herausnehmbare Zahnspangen – oft „lose Spangen“ genannt – sind bei Kindern im Wechselgebiss ein bewährtes Mittel der Kieferorthopädie. Sie nutzen das natürliche Wachstum von Kiefer und Zähnen: Sie schaffen Platz für die bleibenden Zähne, lenken das Wachstum von Ober- und Unterkiefer und korrigieren einzelne Zahnstellungen.

Ihr Kind kann die Spange zum Essen und Zähneputzen selbst herausnehmen. Und weil die Kunststoffbasis in vielen Farben und Designs gefertigt werden kann, darf die Spange auch ein bisschen Spaß machen.

Wann ist eine herausnehmbare Zahnspange sinnvoll?

Eine herausnehmbare Spange kommt vor allem dann infrage, wenn das Kieferwachstum noch aktiv ist – also im Wechselgebiss, wenn die Milchzähne nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt werden. Typische Gründe sind:

  • zu wenig Platz für die nachrückenden Zähne (Engstand)
  • ein zu schmaler Oberkiefer oder ein Kreuzbiss
  • ein zurückliegender Unterkiefer (Rückbiss)
  • einzelne Zähne, die in die falsche Richtung durchbrechen
  • Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Zungenpressen, die den Biss beeinflussen

Eine erste kieferorthopädische Untersuchung ist ab etwa sieben Jahren sinnvoll. Ob und wann eine Behandlung nötig ist, entscheiden wir nach dem Befund; eine Frühbehandlung findet – falls nötig – meist zwischen sieben und neun Jahren statt. Mehr dazu auf unserer Seite Kieferorthopädie für Kinder.

Welche herausnehmbaren Zahnspangen gibt es?

  • Aktive Platten mit Dehnschraube oder kleinen Federn: Sie erweitern den Kiefer schrittweise oder bewegen einzelne Zähne. Die Schraube wird nach unserem Plan regelmäßig etwas nachgestellt.
  • Funktionskieferorthopädische Geräte wie Aktivator, Bionator oder Doppelplatten: Sie verbinden Ober- und Unterkiefer und nutzen die Kräfte der Muskulatur, um das Kieferwachstum zu lenken – zum Beispiel bei einem Rückbiss.
  • Haltegeräte (Retainer): Nach einer Behandlung sichern sie die erreichte Zahnstellung.

Bei ausgeprägten Fehlstellungen oder wenn die bleibenden Zähne vollständig durchgebrochen sind, ist eine feste Zahnspange oft wirksamer. Häufig folgt sie im Jugendalter auf eine lose Spange.

Wie lange muss die Spange getragen werden?

Eine herausnehmbare Spange wirkt nur, wenn sie getragen wird. In der Regel sind es 16 bis 20 Stunden am Tag – also nachts und zusätzlich mehrere Stunden tagsüber. Die genaue Tragezeit legen wir für jedes Gerät und jede Behandlungsphase fest. Zum Essen und Zähneputzen wird die Spange herausgenommen und in ihrer Dose aufbewahrt.

Wie konsequent die Spange getragen wird, entscheidet mit darüber, wie lange die Behandlung dauert. Wir besprechen das offen mit Ihrem Kind – Motivation funktioniert besser als Druck.

So läuft die Behandlung am Stadttheater ab

  1. Erstuntersuchung: Wir untersuchen Zähne, Kiefer und Biss und beraten Sie in Ruhe, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.
  2. Diagnostik und Planung: Mit digitalem 3D-Scan statt Abdruck, Fotos und – falls nötig – Röntgenbildern planen wir die Behandlung und erstellen den Heil- und Kostenplan.
  3. Anfertigung und Einsetzen: Die Spange wird in unserem praxiseigenen Labor individuell gefertigt. Beim Einsetzen üben wir mit Ihrem Kind das Herausnehmen und Einsetzen und erklären Pflege und Tragezeit.
  4. Kontrollen: In regelmäßigen Abständen prüfen wir den Fortschritt, stellen die Spange nach und passen sie an das Wachstum an.
  5. Stabilisierung: Am Ende sichern wir das Ergebnis – bei Bedarf geht es mit einer festen Zahnspange weiter.

Was zahlt die Krankenkasse?

Bei Kindern und Jugendlichen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die kieferorthopädische Standardbehandlung, wenn eine Fehlstellung der Indikationsgruppen KIG 3 bis 5 vorliegt. Sie zahlen zunächst einen Eigenanteil von 20 % – bei Geschwistern, die gleichzeitig behandelt werden, 10 %. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung erstattet die Krankenkasse diesen Eigenanteil zurück.

Liegt die Fehlstellung in den Gruppen KIG 1 oder 2, ist die Behandlung keine Kassenleistung. Privat Versicherte und Beihilfeberechtigte erhalten Erstattungen nach ihrem Tarif. Vor jeder Behandlung bekommen Sie einen schriftlichen Heil- und Kostenplan; mögliche Zusatzleistungen besprechen wir transparent.

Pflege und Alltag mit der losen Spange

  • Die Spange täglich mit einer weichen Zahnbürste und lauwarmem Wasser reinigen – kein heißes Wasser, das kann den Kunststoff verformen.
  • Vor dem Einsetzen immer die Zähne putzen.
  • Ist die Spange nicht im Mund, gehört sie in die Spangendose – nie lose in eine Serviette.
  • Zu jedem Kontrolltermin mitbringen.
  • Drückt etwas oder ist etwas gebrochen: Rufen Sie uns kurz an, damit wir das prüfen können. Bitte nichts selbst nachbiegen.

Termin zur Erstuntersuchung online buchen oder anrufen unter 0761 8879 7988.

Häufige Fragen zur herausnehmbaren Zahnspange

Ab welchem Alter bekommt ein Kind eine herausnehmbare Zahnspange?

Meist im Wechselgebiss, solange der Kiefer noch wächst. Eine erste Untersuchung ist ab etwa sieben Jahren sinnvoll; eine Frühbehandlung findet – falls nötig – meist zwischen sieben und neun Jahren statt.

Tut eine lose Zahnspange weh?

In den ersten Tagen und nach dem Nachstellen kann sie drücken, und die Aussprache ist anfangs ungewohnt. Beides gibt sich meist nach kurzer Zeit.

Kann mein Kind mit der Spange in die Schule und zum Sport?

Ja. Zum Essen wird die Spange herausgenommen und in der Dose aufbewahrt. Bei Kontaktsportarten nehmen Sie die Spange heraus; ein Sportmundschutz schützt dann die Zähne.

Wie oft sind Kontrolltermine nötig?

In der Regel alle paar Wochen. Den genauen Abstand legen wir je nach Gerät und Behandlungsphase fest.

Was passiert, wenn die Spange kaputtgeht oder verloren ist?

Rufen Sie uns bitte kurz an. Wir prüfen, ob sich die Spange reparieren lässt oder neu angefertigt werden muss.

Zahlt die Krankenkasse die herausnehmbare Spange?

Bei Kindern und Jugendlichen ja, wenn eine Fehlstellung der Gruppen KIG 3 bis 5 vorliegt – mit einem Eigenanteil von 20 % (bei gleichzeitig behandelten Geschwistern 10 %), den die Kasse nach erfolgreichem Abschluss zurückerstattet. Bei KIG 1 und 2 ist die Behandlung keine Kassenleistung.

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