Hilft eine Schnarchschiene bei jedem?
Nein. Ob und wie gut eine Schiene wirkt, ist individuell verschieden. Bei vielen Betroffenen wird das Schnarchen leiser oder seltener. Bei Schlafapnoe sollte die Wirkung ärztlich überprüft werden.
Brauche ich vor der Schnarchschiene eine Untersuchung im Schlaflabor?
Bei Verdacht auf Atemaussetzer ja: Eine Schlafapnoe muss ärztlich festgestellt werden. Bei reinem Schnarchen ohne Hinweise auf Atemaussetzer empfehlen wir zumindest eine ärztliche Abklärung, zum Beispiel bei der Hausärztin oder beim HNO-Arzt.
Zahlt die Krankenkasse die Schnarchschiene?
Bei reinem Schnarchen nicht. Bei einer ärztlich festgestellten obstruktiven Schlafapnoe kann die gesetzliche Krankenkasse die Unterkieferprotrusionsschiene übernehmen, wenn eine Überdrucktherapie mit Atemmaske nicht erfolgreich eingesetzt werden konnte und eine Vertragsärztin oder ein Vertragsarzt die Indikation gestellt hat. Privat Versicherte erhalten Erstattungen nach Tarif.
Wie schnell gewöhnt man sich an die Schiene?
Die meisten Patientinnen und Patienten brauchen einige Nächte bis wenige Wochen. Anfangs kann die Schiene ungewohnt sein und morgens ein leichtes Spannungsgefühl im Kiefer auftreten.
Was ist der Unterschied zu fertigen Schnarchschienen?
Eine individuelle Schiene wird nach einem Scan Ihrer Zähne gefertigt, sitzt genau und lässt sich schrittweise einstellen. Zähne, Zahnfleisch und Kiefergelenke werden vorher untersucht und während des Tragens kontrolliert.
Ist eine Schnarchschiene auch für Kinder geeignet?
In der Regel nicht. Bei Kindern hat Schnarchen meist andere Ursachen, etwa vergrößerte Mandeln. Hier ist zuerst die Kinder- oder HNO-Ärztin bzw. der Kinder- oder HNO-Arzt gefragt. Bei Fehlstellungen von Kiefer und Zähnen beraten wir Sie gern kieferorthopädisch.